Rückgang ausländischer Investitionen um 55%

2017 wurde der geringste Zufluss an ausländischen Direktinvestitionen seit vier Jahren gemessen. Den größten Anteil an den Direktinvestitionen lieferten im letzten Jahr zum wiederholten Male die Reinvestitionen der ausländischen Unternehmen. Zudem wurden viele Verkäufe polnischer Aktien von ausländischen an inländische Investoren verzeichnet.

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Wie die polnische Nationalbank NBP in ihrem Bericht über die Zahlungsbilanz Polens zeigt, summierten sich die ausländischen Direktinvestitionen im letzten Jahr auf rund 24,3 Mrd. PLN (rund 5,7 Mrd. Euro). Verglichen mit dem Vorjahr entspricht das einem Rückgang von 55%. Ausgenommen dem Jahr der Finanzkrise 2013, wurde damit im letzten Jahr der geringste Zufluss an ausländischen Direktinvestitionen seit dem Beitritts Polens zur EU im Jahr 2004 verzeichnet.

Wie in den Jahren zuvor haben die Reinvestitionen der ausländischen Unternehmen in Polen wieder den größten Beitrag zu den gesamten Direktinvestitionen beigetragen (+32,6 Mrd. PLN. / etwa 7,6 Mrd. Euro). Die NBP weist zudem darauf hin, dass 2017 erstmals Desinvestitionen ausländischer Investoren, die ihre Anteile an polnischen Unternehmen an inländische Investoren verkauften, wahrgenommen wurde. Zusammen mit anderen Formen der Kapitalbewegung wurde so ein Kapitalabfluss von 8,1 Mrd. PLN (ca. 1,9 Mrd. Euro) verzeichnet. Im letzten Jahr überstiegen die Kreditrückzahlungen an ausländische Investoren erstmal seit 2004 den Wert der neu vergebenen Kredite. Die größten Investitionen kamen 2017 aus Luxemburg, Deutschland und den USA. Aus den Niederlanden, Italien und Frankreich wurde hingegen ein Kapitalabfluss verzeichnet.

Quelle: NBP

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