Polnische Nationalbank: Polens Wirtschaft entwickelt sich weiter prächtig

Das BIP-Wachstum in Polen bleibt auf einem hohen Level. Dabei war die private Nachfrage erneut Haupttreiber des Wachstums. Aber auch die Investitionen erholen sich weiter und das Investitionswachstum nimmt an Fahrt auf.

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Die wirtschaftliche Situation in Polen bleibt günstig. Das ist das Ergebnis des aktuellen Inflation Report der Polnischen Nationalbank (NBP). Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im ersten Quartal dieses Jahres ähnlich stark wie in der zweiten Hälfte des Vorjahres (Q1 2018: 5,2 % J/J im Vergleich zu 4,9 % J/J in Q4 2017 und 5,2 % J/J in Q3 2017). Zudem deuten bisher veröffentlichte Zahlen des Polnischen Statistikamtes GUS ein ähnlich starken BIP-Wachstum im zweiten Quartal dieses Jahres an.

Haupttreiber des Wirtschaftswachstums in Polen bleibt der private Konsum, der durch steigende Beschäftigung und Löhne sowie ein sehr gutes Konsumklima weiter verstärkt wird. Die steigende Nachfrage nach Arbeitnehmern in den vergangenen Monaten hat die Verhandlungspositionen jener bei den Lohnverhandlungen deutlich verbessert. So berichtete jedes fünfte Unternehmen im zweiten Quartal dieses Jahres über steigenden Lohndruck. Dies spiegelt sich auch in höheren Lohnanstiegen als in den Jahren zuvor wider. Der Anstieg der Bruttolöhne fiel im ersten Quartal 2018 allerdings geringer aus als im letzten Quartal des Vorjahres (Q1 2018: 6,2 % J/J und Q4 2017: 7,1 % J/J). Zudem haben sich auch die Nicht-Lohn Arbeitsbedingungen verbessert. So stieg die Anzahl der unbefristeten Verträge im ersten Quartal 2018 um 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf kosten der befristeten Verträge (Rückgang um 2,3 %). Zusätzlich sank die Anzahl der Beschäftigten, die gezwungen waren Halbtags zu arbeiten, um rund 20 Prozent.

Die NBP berichtet zudem, dass sich die Erholung der Investitionen zu Beginn dieses Jahres fortgesetzt hat und des Investitionswachstum an Geschwindigkeit aufgenommen hat. So stiegen die Bruttoanlageinvestitionen im ersten Quartal dieses Jahres um rund acht Prozent. Laut NBP Schätzungen hatten die öffentlichen Investitionen einen großen Anteil an diesem Wachstum. Dabei ist der Anstieg der öffentlichen Investitionen auf einen verbesserten Einsatz der EU-Mittel zurückzuführen.

Quellen: NBP

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