Polen löst Großbritannien als sechstwichtigsten Handelspartner Deutschlands ab

Polen hat im ersten Halbjahr 2019 erstmals Großbritannien als sechstwichtigsten Handelspartner Deutschlands abgelöst. Der deutsch-polnische Handel nahm in den ersten sechs Monaten des Jahres um rund 5% auf 60,7 Milliarden Euro zu, wie das Statistische Bundesamt im August mitteilte. „Diese Entwicklung war angesichts der Handelszahlen der ersten Monate absehbar“, kommentiert Lars Gutheil, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Deutsch-Polnischen Handelskammer (AHK): „Polen unterstreicht damit eindrucksvoll seine ungebrochen wachsende Bedeutung für die deutsche Wirtschaft.“ Das östliche Nachbarland liegt im Ranking nur noch hinter China, den Niederlanden, der USA, Frankreich und Italien.

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Während der Export von Deutschland nach Polen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018 um 3,5% zunahm, wuchs der Import von Polen nach Deutschland sogar um 6,7%. „Polnische Waren und Dienstleistungen behaupten sich immer erfolgreicher auf internationalen Märkten“, so Gutheil. „Zum anderen bleibt das Land für Investoren spannend und verzeichnet bislang, ungeachtet der wachsenden Unsicherheiten im internationalen Marktumfeld, große Investitionen ausländischer Konzerne und mittelständischer Unternehmen, was auch den bilateralen Handel mit Deutschland stimuliert“. Polen ist der wichtigste deutsche Handelspartner in der Region mittel- und osteuropäischer Staaten (MOE). Tschechien (Platz 10), Ungarn (14), Rumänien (18) und die Slowakei (19) folgen mit einigem Abstand. „Polen gehört zweifellos zu den großen Gewinnern der europäischen Einigung“, sagt Gutheil: „Das Land hat stark von europäischer Förderung profitiert, aber damit auch sinnvoller gewirtschaftet als viele andere. Dies und die harte, erfolgreiche Arbeit polnischer Unternehmen zahlen sich heute aus. Besonders in Zeiten schwächerer Wirtschaftsentwicklung in Deutschland und dem Rest Westeuropas, der Schwächung des Freihandels und wachsender Konflikte zwischen den USA und China, bildet die deutsch-polnische Handelsbeziehung eine Konstante, auf die sich bauen lässt“.

Quelle: https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Aussenhandel/Tabellen/aussenhandel-detaildaten.pdf?__blob=publicationFile

 

 

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