PKP Intercity verzeichnet großen Profit – Die Polen reisen immer öfter mit der Bahn

Der polnische Bahnbetreiber PKP Intercity hat zum zweiten Mal in Folge schwarze Zahlen geschrieben und größere Passagierzahlen erreicht. Während man im Vorjahr noch 47 Millionen Złoty ( 11,19 Millionen Euro) netto Profit verzeichnen konnte, hat der Vorstand nun einen netto Gewinn von 270 Millionen Złoty ( 64,28 Millionen Euro) verkündet. In den Jahren zuvor hat PKP Intercity immer Verluste verzeichnet. Das Ergebnis von 2017 ist das Beste für die polnische Bahn seit über 15 Jahren. Besonders erfreut war man beim Vorstand, dass die Passagierzahlen im letzten Jahr um 11% von 38,5 auf 42,8 Millionen Personen gestiegen sind. „Das zeigt, dass wir vor allem in den Sommerferien die Menschen mit unserem Angebot erreichen. Im August hatten wir 1,3 Millionen mehr Kunden als im Vorjahr.“ – so der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Marek Chraniuk. Die beliebtesten Strecken führen aus Krakau, Poznań, Katowice, Białystok nach Warschau. Vor PKP Intercity stehen jetzt größere Investitionen in die Infrastruktur und den Bestand bevor. So will man allein bis 2023 über 7 Milliarden Złoty (1,66 Milliarden Euro) in neue Waggons investieren. Dies könnte demnächst auch von Nöten sein, um trotz des Zulaufs der Polen zur Bahn weiter profitabel zu bleiben. Im März beginnt das tschechisch-slowakisch-polnische Joint-Venture Unternehmen Leo Express seine Dienste an der Strecke Krakau-Katowice-Prag anzubieten und könnte als ernsthafter Konkurrent Druck auf die Preise von PKP ausüben.

Quelle: Gazeta.pl. 08.02.2018

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