Höheres Rating für Polen

Die Ratingagentur Standards & Poor’s revidiert ihre Entscheidung von 2016, Fitch bewertet weiterhin unverändert. S&P erhöht dabei das Rating auf A- von BBB+ mit einer stabilen Perspektive. Damit kehrt die Agentur zurück zu ihrem Rating aus 2016. Fitch bleibt weiterhin bei seiner A- Bewertung.

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Die Analytiker des Instituts weisen vor allem auf die ganzheitliche Entwicklung des Wirtschaftswachstums in Polen und auf die besser als erwarteten Haushaltsprognosen (Plus von 1 Mrd. Zloty im August) hin. Auch spielen die immer größer werdende Diversifizierung und Konkurrenzfähigkeit der polnischen Wirtschaft eine Rolle. Vor allem die positive Entwicklung beim Export, der mittlerweile 55% des polnischen BIPs beträgt (27% im Jahr 2000), zeige eine sehr hohe Offenheit der Wirtschaft Polens. Was gleichzeitig sehr untypisch ist für eine Volkswirtschaft dieser Größe, wie aus einer Pressemitteilung von S&P zu entnehmen ist. Auch geht die Agentur von einem BIP-Wachstum in Höhe von 4,8% für 2018 aus, das auf 3,4% nächstes Jahr zurück gehen soll. Gleichzeitig erwarte man ein jährliches Wachstum von über 3% noch bis 2021. Ein negativer Aspekt der mehrheitlich positiven Bewertungen sei der zur erwartende Rückgang an EU-Fördermittel ab 2020, wenn die aktuelle EU Finanzperspektive enden wird. Die Gründe dafür liegen sowohl in den politischen Spannungen zwischen Warschau und Brüssel als auch am steigenden Wohlstand Polens.

12.10.2018: AM, ISBnews, gazeta.pl

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